At-Zeichen (@) Infografik mit deutscher QWERTZ-Tastatur, E-Mail-Beispiel und Hinweis auf Alt Gr + Q sowie Geschichte von 1971.

At-Zeichen (@): Bedeutung, Tastatur, Geschichte & E-Mail einfach erklärt

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Das @-Zeichen steckt in jeder E-Mail-Adresse und in jedem Social-Media-Profil. Aber kaum jemand kennt seine erstaunliche Geschichte – und noch weniger wissen, wie man es auf jeder Tastatur schnell tippt. Wir erklären, woher der „Klammeraffe“ kommt, wie Sie ihn auf Windows, Mac und Smartphone schreiben und worauf Sie bei E-Mail-Adressen und Mentions achten sollten.

Die überraschende Geschichte des @-Zeichens

Das @-Zeichen ist viel älter, als die meisten denken. Bereits in Dokumenten aus dem 16. Jahrhundert taucht es als Abkürzung für die Amphore auf – ein griechisches Wort für Krug, das damals als Maßeinheit diente. Später nutzten Kaufleute das Zeichen in Preisangaben: „5 apples @ 10 p“ bedeutete so viel wie „5 Äpfel zu je 10 Pence“. Über Jahrhunderte blieb das @ ein unscheinbares Kaufmannszeichen auf Schreibmaschinentastaturen.

Berühmt wurde es erst 1971. Der US-amerikanische Informatiker Ray Tomlinson arbeitete bei Bolt Beranek and Newman (BBN) in Cambridge (Massachusetts) an der Entwicklung des ARPANET, des Vorgängers des Internets. Er kombinierte das lokale Nachrichtenprogramm SNDMSG mit dem Dateiübertragungsprotokoll CPYNET – und brauchte ein Trennzeichen, das Benutzername und Rechnername voneinander trennt. Seine Wahl fiel auf das @, weil es in der normalen Schriftsprache nicht vorkam und die Bedeutung von „at“ („bei“) perfekt passte: Die Person war „bei“ einem bestimmten Rechner angemeldet. 1971 verschickte Tomlinson die erste E-Mail der Geschichte und gilt seitdem als Erfinder der E-Mail. Heute gehört das @ offiziell sogar zum Morsecode und wurde 2010 vom Museum of Modern Art (MoMA) in New York in seine Sammlung aufgenommen.

Wie heißt das @-Zeichen eigentlich?

Im Englischen heißt das Zeichen schlicht „at sign“ oder „commercial at“ und wird [æt] ausgesprochen – wie in „I’m at home“. Im Deutschen wird die Aussprache meist als [ɛt] („Ätt“) angepasst. Umgangssprachlich hat das Zeichen viele Namen: Klammeraffe, Affenschwanz, Affenohr oder Affenschaukel. Die offizielle Bezeichnung nach DIN 5008 lautet schlicht „Adresszeichen“.

@-Zeichen schreiben: Alle Tastenkürzel

Je nach Tastatur und Betriebssystem erreichen Sie das @ auf unterschiedlichen Wegen. Hier die wichtigsten Kombinationen:

  • Windows mit deutscher Tastatur: Alt Gr + Q. Das @ liegt als dritte Belegung auf der Taste Q – die Alt-Gr-Taste finden Sie rechts neben der Leertaste. Alternativ funktioniert auch Strg + Alt + Q, falls Ihre Tastatur keine Alt-Gr-Taste hat.
  • Windows über den ASCII-Code: Alt + 6 + 4 über den Ziffernblock (der Nummernblock muss aktiviert sein). Der ASCII-Code des @ ist 64, hexadezimal U+0040.
  • Mac mit deutscher Tastatur: Wahltaste (⌥) + L. Seit Mac OS 9.1 liegt das @ auf der Taste L.
  • Schweizer Tastatur: Alt Gr + 2. Auf der Deutschschweizer Tastatur liegt das @ als dritte Belegung auf der Zifferntaste 2.
  • US- oder UK-Tastatur: Umschalttaste + 2 (US) bzw. Umschalttaste + ‚ (UK). Wenn plötzlich ein Anführungszeichen statt des @ erscheint, ist meist das Tastaturlayout versehentlich umgestellt worden – prüfen Sie die Spracheinstellung in der Taskleiste.
  • iPhone und Android: Tippen Sie auf die „123″-Taste (bei Android oft „?123″), um zur Zahlen- und Sonderzeichenebene zu wechseln. Das @ liegt dort meist direkt auf der zweiten Taste der ersten Reihe – daneben finden Sie .de- und .com-Kurzbefehle. In vielen E-Mail- und Browser-Adressfeldern blendet die Tastatur das @ automatisch in der Hauptebene ein.

Das @ in E-Mail-Adressen: So funktioniert es

In einer E-Mail-Adresse wie vorname.nachname@example.de steht das @ zwischen dem lokalen Teil (Benutzername) und der Domain (Mailserver). Diese Struktur user@host stammt direkt aus Ray Tomlinsons Erfindung von 1971 und ist bis heute Standard.

Praktische Tipps für E-Mail-Adressen mit @:

  • Eindeutigkeit: Das @ darf in einer Adresse nur einmal als Trennzeichen vorkommen.
  • Groß- und Kleinschreibung: Domains werden kleingeschrieben; beim lokalen Teil vor dem @ kommt es auf den Anbieter an – die meisten behandeln ihn nicht case-sensitiv, verlassen sollten Sie sich darauf aber nicht.
  • Phishing-Schutz: Betrüger nutzen das @, um gefälschte Adressen echt aussehen zu lassen (z. B. service@paypal-sicherheit.example.com). Prüfen Sie immer die Domain nach dem @.
  • Plus-Adressen: Viele Anbieter wie Gmail und Outlook erlauben Adressen wie name+shop@example.com – praktisch, um zu erkennen, wer Ihre Adresse weitergibt.

@ in Social Media: Mentions und Handles

In sozialen Netzwerken hat das @ eine zweite Karriere gemacht: Es markiert Personen. Ein @ vor dem Benutzernamen – etwa @scrnt – verlinkt direkt auf das Profil und löst meist eine Benachrichtigung aus. Diese „Mentions“ gibt es auf X (ehemals Twitter), Instagram, Threads, TikTok und Facebook gleichermaßen.

Darauf sollten Sie 2026 achten:

  • Sichtbarkeit: Öffentliche Mentions sind für alle sichtbar – markieren Sie niemanden ohne Grund in kritischen Beiträgen.
  • Spam und Fake-Profile: Gefälschte Accounts nutzen bekannte Handles mit leicht veränderten Namen (z. B. @scrnt_ statt @scrnt). Prüfen Sie immer den verifizierten Haken und die Followerzahl.
  • Geschäftlich: Unternehmen nutzen @-Handles als Kundenservice-Kanal. Viele Firmen antworten schneller auf eine öffentliche Mention als auf eine E-Mail.

@-Zeichen geht nicht? Die häufigsten Lösungen

Problem 1: Alt Gr + Q erzeugt nichts. Prüfen Sie, ob das deutsche Tastaturlayout aktiv ist (Sprachanzeige in der Taskleiste, meist „DEU“). Wechseln Sie das Layout mit Alt + Umschalt oder Windows-Taste + Leertaste.

Problem 2: Statt @ erscheint ein Anführungszeichen. Das Layout steht auf Englisch (UK). Stellen Sie es auf Deutsch um.

Problem 3: Auf dem Laptop fehlt der Ziffernblock. Nutzen Sie Alt Gr + Q statt des Alt-Codes – oder die Bildschirmtastatur (Windows-Taste + Strg + O).

Problem 4: @ auf dem Mac funktioniert nicht. Stellen Sie sicher, dass das deutsche Tastaturlayout gewählt ist (Systemeinstellungen → Tastatur → Eingabequellen) und nutzen Sie die Wahltaste ⌥, nicht die Alt-Taste.

Fazit

Vom Kaufmannszeichen des 16. Jahrhunderts über Ray Tomlinsons E-Mail-Erfindung bis zum Social-Media-Handle: Das @-Zeichen hat eine der erstaunlichsten Karrieren aller Schriftzeichen hinter sich. Wer die Tastenkürzel kennt – Alt Gr + Q auf Windows, ⌥ + L auf dem Mac – spart täglich Zeit, und wer versteht, wie das @ in Adressen und Mentions funktioniert, ist gegen Phishing und Fake-Profile besser gewappnet.

Häufige Fragen zum @-Zeichen

Wie schreibe ich das @-Zeichen auf einer deutschen Tastatur?

Auf Windows mit Alt Gr + Q, auf dem Mac mit Wahltaste (⌥) + L. Alternativ geht unter Windows auch Strg + Alt + Q oder der ASCII-Code Alt + 64 über den Ziffernblock.

Woher kommt das @-Zeichen?

Es stammt aus Kaufmannsdokumenten des 16. Jahrhunderts (Abkürzung für die Amphore, eine Maßeinheit). Weltberühmt wurde es 1971, als Ray Tomlinson es als Trennzeichen zwischen Benutzer- und Rechnername für die erste E-Mail wählte.

Warum steht in jeder E-Mail-Adresse ein @?

Das @ trennt den lokalen Teil (Benutzername) von der Domain (Mailserver) – die Struktur user@host geht direkt auf die Erfindung der E-Mail durch Ray Tomlinson zurück.

Was bedeutet das @ vor einem Namen in Social Media?

Es markiert eine Person (Mention) und verlinkt auf ihr Profil – z. B. @benutzername auf X, Instagram, Threads oder TikTok. Der Markierte erhält in der Regel eine Benachrichtigung.

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